Das wohl größte Abenteuer meines Lebens startete mit dem Abflug von Frankfurt. Raus aus meiner Komfortzone rein in eine ganz neue Welt. Ich war auf dem Weg nach Knysna, Südafrika. Mit einem doch eher mulmigen Gefühl und schwerem Abschied, lasse ich meine Heimat zurück und doch hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung was für eine unbeschreiblich wertvolle Zeit auf mich warten wird. Eine Zeit in der ich fürs Leben lernen und wachsen darf!
In Südafrika angekommen wurden wir mega herzlich empfangen von unseren Mitbewohnern der WG, unseren Gasteltern und allen anderen, die auf dem JFC Gelände tätig sind. Die Menschen dort treten einem mit einer unfassbaren Offenheit und Gastfreundschaft gegenüber und lassen dich als anfänglich noch Fremde zum festen Bestandteil dieser „YFC-Family“ werden. DU bist Teil davon, gleich vom ersten Tag an. Voll mit reingenommen in das tägliche Geschehen.
Das Arbeiten mit den Kindern im Kinderheim, der Schule oder mittäglichen Kinderprogramm hat unseren Alltag geprägt. Aber auch die Youth, das Highschool-Programm oder Biblestudy mir dem Handwerkerkurs waren fester Bestandteil unserer Woche. All das waren Aufgaben, die ihre Herausforderungen mit sich gebracht haben und in die man aber mit der Zeit voll reinwachsen durfte.
So durfte ich so viel lernen. Über mich selbst, meinen Glauben und den meiner Mitmenschen. Auch die intensive Zeit die man im Austausch über Gottes Wort verbringt und das regelmäßige Biblestudy haben mich nochmal näher zu Gott geführt. Diese andere Welt hat mir einen ganz anderen Blick verschafft auf Vergangenes und Zukünftiges, über Trost und Leid, über Befreiung und Vergebung. Mein Einsatz hat mir auf ganz neue Weise gezeigt, wie dankbar ich sein darf. Natürlich ist es herausfordernd in dieses Umfeld zu kommen in dem niemand deine Muttersprache spricht, dich kennt oder weiß wie du tickst, aber ganz genau das ist eine unfassbar große Chance sich selbst weiter zu entwickeln und fürs Leben zu lernen. Das möchte ich in keinem Fall missen.
Südafrika hat sich in diesen Monaten zu einem zweiten Zuhause geformt mit Menschen, ob klein oder groß, die mir zum Vorbild wurden. Menschen die einem etwas aus ihrem Leben mitgeben und Glaube vorleben, was wirklich bereichernd ist!!! Horizonterweiternd.
Mein besonderes Highlight war deshalb auch das Outreach in Willowmore. Innerhalb meines Einsatzes hatten wir immer wieder mehrtägige Ausflüge/Camps, die mit unserer Missionsarbeit zusammenhingen. Aber Willowmore war sehr besonders. Hier hatten wir intensive Zeit als Team auf einer Farm und haben Gottes spürbare Begleitung erlebt. Sei es bei Hausbesuchen, im Kinderheim oder bei der Youth-Rallye. Wir haben alle das gleiche Ziel gehabt: mit den Menschen das Evangelium zu teilen. Alle haben, ob im Gebet oder ganz praktisch, an einem Strang gezogen. Das war ein sehr sehr prägendes Erlebnis!
Und dennoch gehörten auch die kleinen alltäglichen Dinge zu meinen Highlights: Tanzen, Tränen abzuwischen, tiefe Gespräche in der Smallgroup der Youth, Frisuren flechten und so viel mehr. Einfach das Dienen, so wie es über unserer Haustür in Knysna steht „leave to serve“. Gehe um Gott zu dienen, ob ins Ausland oder danach zurück in deine Heimat!! Das durfte ich wie so vieles anderes lernen.