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Project Serve - Dein Auslandspraktikum

Storys

Unerwartet außergewöhnlich

Mein Einsatz war definitiv nicht so, wie ich es anfangs erwartet hatte. Das klingt erstmal schockierend. Aber warum sage ich das? Wir Freiwillige waren gerade einmal eineinhalb Monate in Albert Lea, haben im Jugendzentrum The Rock von YFC mitgearbeitet und haben angefangen Beziehungen zu den Kids aufzubauen. Und dann hat uns Corona mit dem Lockdown erwischt. Das Jugendzentrum wurde geschlossen und wir standen vor der Frage, was wir jetzt machen sollen. Wir konnten uns nicht mehr mit den Jugendlichen treffen, alles ist uns weggebrochen. Und das war erstmal ein Schock. Wir hatten keine Ahnung, wie es mit uns weiter geht, ob wir bleiben dürfen, abreisen müssen, was wir arbeiten werden.

Mit der Zeit stellte sich heraus, dass wir vor Ort bleiben dürfen. Trotzdem mussten wir uns komplett neu orientieren. Wir überlegten uns, wie wir jetzt in dieser besonderen Situation weiterhin dienen und Gottes Reich bauen können. Wir als drei deutsche Freiwillige haben dann angefangen von dem Zuhause meiner Gastfamilie aus zu arbeiten. Wir durften Andachten schreiben und Live Videos drehen für die Kids, sodass sie nicht den Bezug zu uns und wir nicht den Bezug zu ihnen verlieren. Und sie wissen, dass wir uns auch in dieser schwierigen Lage um sie kümmern und für sie da sein wollen. So durften wir sozusagen in digitaler Form Gottes Liebe weitergeben und ihn in den Inputs in den Videos groß machen. Wir durften es lieben lernen Videos zu drehen und darin immer mehr Erfahrungen sammeln. Noch nie bin ich so sehr gewachsen wie innerhalb von diesen zweieinhalb Monaten, weil wir uns so intensiv mit Gott, seinem Wort und seiner Liebe beschäftigt haben.

Durch den ganzen Einsatz hat uns Gott einfach so geführt. Wir durften Gott in jeder Lage vertrauen, dass er nur Gutes für uns will. Wir durften sehen, wie Gott uns in jeder auch unerwarteten Situation benutzt hat, um sein Reich zu bauen und den Missionsbefehl zu leben, wodurch ich persönlich erkennen durfte was es bedeutet, Glauben authentisch zu leben und weiterzugeben.

Mein Einsatz war definitiv nicht so wie erwartet. Durch den Lockdown hat sich unser Aufgabengebiet so außergewöhnlich verändert, dass ich letztendlich in so vielen verschiedenen Bereichen wachsen und lernen durfte, wie ich es nie vermutet hatte. Und weil mein Einsatz so war, war er unerwartet außergewöhnlich. Einfach perfekt. Ich könnte nicht dankbarer auf meine Zeit zurückschauen. Danke Herr!

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